häufige fragen zur suzuki methode

Ab welchem Lebensjahr kann mein Kind zu Ihnen in den Unterricht kommen?

Die Suzuki-Muttersprachen-Methode ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Um zu entscheiden, ob Ihr Kind bereit und motiviert ist, lade ich Sie zu einem ersten Kennenlernen ein. Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Mein Kind ist schon älter. Kann es trotzdem am Unterricht teilnehmen?

Ja. Um mit einer musischen Ausbildung zu beginnen, ist es nie zu spät. Ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, die Suzuki-Methode bietet für alle Altersschichten geeignete Einstiegsmöglichkeiten. Bitte nehmen Sie bei Interesse gern mit mir Kontakt auf.

Warum gibt es Einzel- und Gruppenunterricht?

Im Einzelunterricht wird die individuelle Entwicklung Ihres Kindes gefördert. Im Gruppenspiel werden in spielerischer Art und Weise Verhaltensweisen wie Akzeptanz, Respekt und Verantwortungsgefühl gebildet und gefördert.

Mehr Informationen finden Sie auch unter Suzuki-Methode > Individuelle Förderung und Gruppendynamik.

Warum sollen Eltern am Unterricht teilnehmen?

Die Einflüsse von Eltern auf ihre Kinder und ihre Umwelt sind besonders stark. Durch Ihr tägliches Verhalten, die Art und Weise, wie Sie mit Ihrem Kind spielen usw. motivieren sie Ihr Kind und tragen so zum Erfolg seiner (Aus)Bildung bei.

Daher kommt Ihnen die Aufgabe zu, zu Hause den Unterricht fortzusetzen. Wichtig ist, dies mit derselben Geduld zu tun wie zu der Zeit, als Ihr Kind sprechen oder gehen lernte. Um die Methoden und Hilfestellungen für Ihre Schützlinge zu lernen, sollten Sie im Unterricht dabei sein. In dem Sie zuerst die Anfänge des Instrumentalspiels erlernen, lernen Sie die Schwierigkeiten Ihres Schützlings besser kennen und zu verstehen. So sind Sie aktiv in den Prozess einbezogen und können sich über jedes kleines Erfolgserlebnis mit freuen.

Wie viel Zeit benötigen wir?

Ihr Kind braucht tägliches Üben, um die Musikulatur aufzubauen und die Konzentration zu fördern. Ich empfehle Ihnen daher täglich so viel Zeit einzuplanen wie die Dauer Ihrer Privatstunde (Anfänger haben in der Regel 20 bis 30 Minuten Einzelunterricht). In dieser Zeit wiederholen Sie mit Ihrem Kind, was in der Einzelstunde gelernt und geübt wurde.

Muss ich Geige spielen können, um mein Kind im Unterricht und zu Hause betreuen zu können?

Wie Sie als Eltern sinnvoll mit Ihrem Kind üben, lernen Sie in einem vorhergehenden Elternkurs und im Unterricht ihres Kindes. Dazu müssen sie weder Noten lesen noch selbst ein Instrument spielen können.

Ist die Suzuki-Methode eine "Drill-Methode"?

Von vielen Zuhörern, die auf einem Suzuki-Konzert Geigenkinder Werke der Sololiteratur unisono spielen hören, wird Suzukis Erziehungskonzept als “Drill” empfunden. Das Durchhalten des Metrums, das Einhalten der vorgegebenen Strichweise, der Dynamik und der gleichen Artikulation wird oft kritisiert und es wird bemängelt, dass die Kreativität unterdrückt wird.

Derartige Meinungen stammen jedoch aus ungenügender Kenntnis der Methode. Um einen einheitlichen Klang, präzisen Rhythmus, musikalischen Ausdruck zu erreichen, müssen junge Kinder jahrelang motorische und musikalische Abläufe üben. Kommt es bei einem Suzuki-Konzert zu dem erwünschten Ergebnis, nämlich zu einem einheitlichen strahlenden Gruppenklang, ist dies eher positiv als negativ zu werten. Dies setzt jedoch voraus, dass jedes musizierende Mitglied eine solide technisch-musikalische Grundlage hat. Diese wiederum ist unabdingbar für jegliche künstlerische Kreativität.

Eines der wichtigsten Prinzipien Suzukis lautet: “Ohne Hast und ohne Rast. Suzuki betont damit die freudige Ausdauer in selbstdisziplinierter Genauigkeit, das Wiederholen, das beharrliche lustvoll-disziplinierte Üben und Feilen an der Selbsterziehung, den Willen zur Perfektion der Ausführung bei jedem Anlauf; gemäß dem Zen-Ausspruch: Was ich tue, tue ich ganz; ich gebe mein Bestes. Und dies ganz selbstverständlich, mit Tatkraft, mit innerer Freude und unendlicher Sorgfalt, spielerisch-ernst.” (P. Heitkämper)

Daher mein Rat: Lernen Sie den Einzel- und Gruppenunterricht kennen und finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind heraus, ob die Suzuki-Methode für Sie die Richtige ist. Bitte nehmen Sie mit mir für einen Termin Kontakt auf.

Muss man dieselben Aufnahmen täglich anhören?

Die Suzuki – Methode beruht auf dem Prinzip des Hörens und Nachmachens. Ein Kind, das sprechen lernt, wird zunächst unzählige Male das Wort „Mama“ hören, bevor es selbst „Mama“ sagt.

Diesen Effekt nutzen wir auch in der Musik. Erfolgreiche Suzuki-Schüler hören ihr Stück von der Aufnahme so lange, bis sie es selber spielen wollen und können. Dabei hat es sich herausgestellt, dass es den Kindern leichter fällt, ein Stück zu spielen, je öfter sie ihre Musik gehört haben. Rhythmische und melodische Besonderheiten sind dann kein Problem, da das Stück über das Hören verinnerlicht ist.

Lernt mein Kind auch nach Noten zu spielen?

Ja, jedoch erst, wenn es ein gutes Gefühl für das Instrument entwickelt hat. Noten und Musiktheorie sind zu Beginn überflüssig. Ähnlich wie ein Kind sprechen lernt, ohne dabei grammatische Strukturen zu begreifen, lernt es nach der Suzuki-Methode sein Instrument zu spielen, zunächst ohne bewusste Kenntnisse in Musiktheorie und Gehörbildung.

Hat Ihr Kind ein Gefühl für das Instrument entwickelt, kommt das Notenlesen aller Notenschlüssel zum Unterricht mit dazu. Bei älteren Anfängern ist das Notenlesen von Anfang an dabei.

Kann jeder Instrumentallehrer nach der Suzuki-Methode unterrichten?

Bei der Auswahl eines geeigneten Geigenlehrers empfehle ich Ihnen, Folgendes zu beachten:

Schüler werden heutzutage oft zu schnell als begabt oder unbegabt bewertet. Diese Einstellung kann bei Kindern zu Widerwillen und Abscheu gegenüber dem Lernen führen. Die Philosophie der Suzuki-Methode gibt dem Lehrer die Möglichkeit, dies von vornherein zu verhindern.

Der Suzuki-Lehrer lernt die Muttersprachen-Methode nicht theoretisch über Fachbücher, sondern durch praktisches Studium in der Suzuki-Association. Hier erhält er auch sein Suzuki-Zertifikat. Außerdem treffen sich die Suzuki-Lehrer regelmäßig zu internationalen Workshops, um neue Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

Das ist eine wesentliche Bedingung dafür, die Entwicklung der Kinder optimal zu fördern. Nur so kann sich jeder Suzuki-Lehrer in der Lage fühlen, die Verantwortung dafür übernehmen zu können, dass er die Fähigkeit besitzt, neue pädagogische Kenntnisse im Zusammenhang mit der humanistischen Philosophie der Suzuki- Methode weiterzugeben.

Weitere Informationen zur Lehrerausbildung bietet Ihnen die Suzuki Musik Deutschland Verein. http://www.suzukimusik.de/